Sternsinger der Pfarrgruppe Wickstadt/Dorn-Assenheim sammeln über 10.000 Euro für Kinderprojekte
Florstadt/Reichelsheim (hh). “Jesus lehrt mit Vollmacht. Er ist vom Vater gesandt, um Zeugnis vom Vater abzulegen“, wandte sich Pfarrer Bernd Richardt an die Sternsinger der Pfarrgruppe Wickstadt/Dorn-Assenheim. Mit Bezug auf die Bibelstelle im Markus-Evangelium erkennen sie ihr eigenes Handeln in einem größeren Kontext wieder: “Auch wir haben die Vollmacht erhalten, um den Menschen Gottes Segen zu bringen und Spenden für Kinderprojekte weltweit zu sammeln.“
Am 6. Januar wurden die Jungen und Mädchen in St. Willigis feierlich ausgesandt, jetzt kehrten sie unter großem Applaus mit einem stolzen Sammelergebnis von exakt 10.058,63 € nach St. Maria Magdalena zurück. Davon entfielen 5119,85 € auf die Pfarrei Wickstadt und 4958,78 € auf die Pfarrei Dorn-Assenheim.
“Wir haben uns mit viel Spaß beteiligt“, fasst eine Betreuerin die vergangenen Wochen zusammen. Unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazon und weltweit“ zogen 60 Sternsinger betreut von der pastoralen Mitarbeiterin Schwester Mateusza und 33 Begleitern los, um vier Wochen lang den Christen aus der Pfarrgruppe den Segen Gottes zu bringen. Seitdem klebt an vielen Türen das 20+C+M+B+24 für Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus.
Dabei stehen die Bewahrung der Schöpfung und der respektvolle Umgang mit Mensch und Natur im Fokus. Mit Blick auf die südamerikanische Regenwaldregion fragten die Sternsinger: „Wie leben die Kinder dort, welche Hobbies haben sie, mit welchen Herausforderungen haben sie täglich zu kämpfen?“ Die Spenden unterstützen beispielhaft das Projekt „Aulas Vivas“. Übersetzt heißt dies „lebendige Klassenzimmer“ und thematisiert den Schutz des Regenwalds. Die Kinder setzen so einen Kontrapunkt zur allgegenwärtigen Abholzung und beschäftigen sich mit ihrer Kultur und Tradition. Zugleich macht die Aktion deutlich, dass Mensch und Natur am Amazonas wie hier eine Einheit bilden.
“Wir haben uns sehr gefreut, dass die Sternsingeraktion wieder unter normalen Bedingungen stattfinden durfte“, bilanzierte Schwester Mateusza. Und so empfingen die besuchten Haushalte die Kaspars, Melchiors und Balthazars in ihren bunten Gewändern mit “offenen Türen, warmen Herzen und Großzügigkeit.“ Diese bewiesen Ausdauer und machten noch Stippvisiten in KiTas, Grundschulen, drei Seniorenzentren sowie den Bürgermeistern und Stadtverwaltungen in Assenheim, Florstadt und Reichelsheim. Ihnen allen dankte sie: „Sie haben mit uns die Welt ein kleines Stück verändert.“


