Außengelände der Kita Wichtelwiese nun auch formell übergeben
„Die Kinder haben jetzt unfassbar viele Spiel- und Klettermöglichkeiten“, freut sich Leiterin Sabrina Vogel über die Vielfalt und Schönheit des Außengeländes. Dessen Fertigstellung feierte jetzt die Kita Wichtelwiese mit einem Tag der offenen Tür für Groß und Klein. Bürgermeisterin Lena Herget lobte die Schaffung einer Wohlfühl-Atmosphäre für die Kleinsten. „Hier ist ein wunderbares Abenteuerspielplatz-Gelände entstanden.“ Die Kinder sollen „Spaß haben, lernen und Freundschaften knüpfen, so dass die Eltern diese mit einem guten Gefühl und voller Vertrauen jeden Morgen in die Obhut geben Können.“
Die Kleinen hatten sich intensiv auf den Tag vorbereitet und begrüßten ihre Gäste mit Gesang und Tanz. Im Sound von Rolf Zuckowski betonten sie, dass die Kita mehr als nur Alltag ist – sie bietet Trost, Freude und die Möglichkeit, Neues auszuprobieren. Denn „Kita heißt auch Lust auf heute und morgen.“ Die Bedeutung von Bewegung unterstrichen sie tänzerisch mit heißen Sambarhythmen und machten so das Fast zu einer rauschenden Party mit steigenden Luftballons und zündenden Konfettikanonen.
Bürgermeisterin Lena Herget skizzierte die Kitas als wunderbare Orte, an denen sich „unsere insgesamt 290 Kinder wohl fühlen.“ Die Kita Wichtelwiese „als modernste städtische Einrichtung liegt in unmittelbarer Nähe von Sport- und Spielplätzen und ist mit viel Grün gesegnet.“ Wie bestellt, machten sich im Hintergrund landwirtschaftliche Fahrzeuge bemerkbar, die mit der Ernte und dem Transport von Getreide beschäftigt waren.
„Unser Ziel ist es, den Kindern eine liebevolle und fördernde Umgebung zu bieten, in der sie sich frei entfalten und ihre Talente entdecken können,“ richte der Vogel den Blick auf die Kleinen. Das Außengelände sei ansprechend gestaltet, großzügig dimensioniert und lasse viel Raum für Kreativität und Bewegung. Neben viel Platz zum Spielen, Klettern, Rutschen und Schaukeln laden schattige Plätzchen zum Ausruhen ein. Zudem soll ein Barfußpfad die Sinne für die Natur öffnen. Im räumlich abgegrenzten U3-Bereich findet sich eine großzügige Sandfläche. Dazu gehören auch eine Nestschaukel und ein asphaltierter Parcours begeistert die jüngsten Bobbycar-Spezialisten.
Eine zentrale Rolle bei der Betreuung spielt das ganzheitliche Bewegungs- und Ernährungskonzept. Geturnt wird in der Sport- und Festhalle als auch im großzügig gestalteten Bewegungsraum. Besonders die Natur lädt zu Spaziergängen bis zum Bergwerksee ein. Da sind selbst die ganz kleinen dabei, die allerdings mit ihren sechssitzigen Wichtelwägen „anreisen“. „Wir sind halt ziemlich oft draußen,“ verrät Leiterin Vogel und Erzieherin Katharina Tauchmann ergänzt: „Wir haben das Konzept gemeinsam entwickelt, das ist quasi unser Baby.“
Tauchmann selbst spricht über den U3-Bereich, der für zwölf Kinder in Modulen bis 12:00 Uhr und 14:30 Uhr zugänglich ist. Hier haben sie Ruhe- und Schlafmöglichkeiten. Ein separater Bereich des Flurs kann abgetrennt werden, um den Kindern eine zusätzliche Fläche zum Spielen oder als Rückzugsmöglichkeit zu bieten. Die U3- und U2-Betreuung ist kombiniert, wobei die Kinder im Alter von drei Jahren direkt in die Ü3-Gruppe nebenan wechseln.
Der Elternbeirat bot Führungen durch die Einrichtung an. Man entdeckt eine Playmobil-Ecke, Kinder spielen mit Hüftreifen, links ein kunterbuntes Bällebad, rechts ein zweigeschossiges Klettergerüst als Rückzugsmöglichkeit.
Draußen war Andrea Stiefmeier mit einem Stand der katholischen öffentlichen Bücherei präsent, um ihr Angebot und Vorlesenachmittage für Kinder zu bewerben.
„Nach über dreieinhalb Jahren können die Kinder nun endlich die neuen Außenanlagen nutzen“, lobt die scheidende Elternbeiratsvorsitzende Kathy Schmidt das Kita-Team. Vogel schaffte es, die Zeit zu überbrücken: „Das war schwierig, aber machbar. Die Kinder sind da flexibler, es sind die Erwachsenen, die schnellere Lösungen verlangen.“
Es folgen drei Fotos vom Fest, die ich unter dem Copyright Foto Mamis/ Wildy Göbel erhalten habe. Ich versuche noch Fotos von den Spielgeräten zu bekommen, die ich hier noch veröffentliche.
Ich danke auch dem Kita Team mit Leiterin Sabrina Vogel für den tollen Tag, die tollen Einblicke und allen Beteiligten für die Gestaltung des Außengelände.





Einige Eckdaten zur Kindertagesstätte Wichtelwiese:
An der Planung und Umsetzung der Außenanlagen waren beteiligt Boris Coburger (Landschaftsgärtner), Petra Klöppel und André Grumbach (Stadtverwaltung) sowie Kita-Leiterin Sabrina Vogel. Die Außenanlagen selbst umfassen eine Fläche von 4600 m², die Kita selbst hat eine Grundfläche von 618 Quadratmetern und bietet Platz für insgesamt 37 Kinder, aufgeteilt in zwei Betreuungsgruppen: 25 Kinder ab drei Jahren im „Bienenstock“ und 12 Kinder unter drei Jahren im „Storchennest“.
Wer hier reinkommt, ist als erstes von dem weiten und hellen Flur fasziniert. Die Räumlichkeiten der eingeschossigen Kita sind funktional, pädagogisch und ökologisch gut durchdacht und energetisch zukunftsweisend gestaltet. Licht durchflutetet, wohlproportionierten lassen eine wohnliche Atmosphäre zu. Die eingeschossige-Kita umfasst neben die beiden Gruppenräume einen Mehrzweckraum, einen Lagerraum, einen Intensivraum so wie mehrere funktionale Räume. Besonders hervorzuheben ist der liebevoll gestaltete Speiseraum mit Küchenzeile und kindgerechter Anrichte. Ein Schlafraum sorgt zudem für Ruhe und Erholung.
Seit der Inbetriebname am 6.1.2021 leitet Sabrina Vogel die Einrichtung. Im Team wird sie von fünf Erzieherinnen und einem Erzieher unterstützt. Es ist eine homogene Gruppe, die weitgehend seit dem Beginn dabei ist.
Übrigens: Ins Auge sticht ein Schatzstück im Eingangsbereich, das hinter einer beleuchteten Glasscheibe präsentiert wird: Eine römische Münze vermutlich aus dem dritten Jahrhundert, die 2018 bei archäologischen Grabungen auf dem Gelände gefunden wurde.

