Auf dem Weg zur inneren Erfüllung

Ewige Profess von Schwester Maria““ Petra während einer inspirierenden Zeremonie abgelegt

„Vertrauend auf die Hilfe Gottes und die Fürsprache Mariens, der Mutter der Barmherzigkeit will ich zur vollkommenen Liebe im Dienst Gottes und seiner Kirche gelangen“, verspricht Schwester Maria Petra den Christen in der Kirche Sankt Maria Magdalena. Es sind ihre eigenen Worte und Teil ihres Gelübdes, die sie öffentlich verkündet und wenig später in der Professurkunde unterschreibt. Mit der Gegenzeichnung durch die Generaloberin Sr. Joanna Kwiatkowska und im Beisein von Sr. Bernarda Sural wird sie unwiderruflich Mitglied der Ordensgemeinschaft der Schwestern vom barmherzigen Jesus. Damit gelobte sie in freier Entscheidung und vor allen Anwesenden ihr Gelübte, künftig allein Gott und der Kirche zu dienen: „Ich will die Barmherzigkeit Gottes loben, verkünden und erbitten sowie Jesus in meinen Nächsten dienen.“

In einer inspirierenden Zeremonie legte die 29-jährige in Gegenwart von Bischof Prof. Peter Kohlgraf diesen ihre ewige Profess ab. Mit ihrer Unterschrift bekräftigte sie, ihr Leben in den Dienst der Nächstenliebe zu stellen und für die Bedürfnisse anderer da zu sein. Den Versprechen der Treue zu den Ordensprinzipien ist das Ja-Wort zu Armut, Keuschheit und Gehorsam übergeordnet. Diese stellen nicht nur eine persönliche Willenserklärung dar, sondern sind Ausdruck der tiefen Verbundenheit mit Gott und der Gemeinschaft.

Assistiert von befreundeten Priestern zelebrierte Kohlgraf die Liturgie. Sein Credo: Christ sein ist ohne Gemeinschaft nicht möglich. „Ohne Menschen, die wir lieben, ist der Glaube im Sinne Jesu nicht lebendig. „Sie bekennen sich heute nicht zur Kirche als Institution oder deren Regeln und Glaubenssätze. Sondern zu einer Gemeinschaft, die aus einem offenen Herzen den Menschen gegenüber resultiert.“

Die Zeremonie selbst beinhaltete eine Reihe weiterer Riten. Vor ihren engsten Familienangehörigen, Freunden, Mitschwestern und Gästen zog die Ordensschwester in einem schlichten beigen Habit ein. Bei Nennung ihres Namens erneuerte sie Ihren Wunsch, zur ewigen Profess zugelassen zu werden.

„Durch die Gnade des barmherzigen Gottes habe ich die Schwierigkeiten und Freuden des Gott geweihten Lebens erfahren.“ Auf die Frage des Bischofs „während ihres gesamten Lebens“ Jesus im Orden zu folgen, antwortet sie mit fester Stimme: „Ja, ich bin bereit.“ Das Annehmen der Gelübde „von Gottes Seite“ vollzieht sich im Konsekrationsgebet. Sie hat sich Gott anvertraut und verspricht, für Gott treu bis in Ewigkeit zu sein. Ein sichtbares Zeichen dazu war ein Ring, der ihr vom Bischof wie bei einer einer Trauung. Sie ist die Braut, und Gott der Bräutigam. (Erläuterung: Sr. Maria Petra hat drei Gelübde in ihrer Profess abgelegt: Armut, Keuschheit und Gehorsam, Das Keuschheitsgelübde, es ist noch mehr als nur Ehelosigkeit, weil Jesus Christus als eine lebendige Person, für jede Schwester ein Bräutigam ist. Sie hingegen ist seine Braut. )

Auf den bedeutenden Tag hat sie sich „in tiefer innerer Ruhe und Frieden“ gefreut: „Diesen Schritt habe ich bereits beim Eintritt und auch bei der ersten Profess angestrebt.“ Somit empfinde sie den Tag als natürlichen Schritt auf ihrem Weg zu Gott. „Es ist die Sehnsucht meines Herzens.“ Für sie ist die Ewige Profess kein einmaliger Akt, sondern eine tägliche Entscheidung: „Es reicht nicht, einmal ‚ja‘ zu sagen und dann auszuruhen. Es ist immer Luft nach oben.“

Infobox I:

Sr. Maria Petra wurde 1995 als Barbara Irrgang in Schwerin geboren und wuchs in Hamburg auf. Nach dem Abitur wollte sie Lehrerin werden, studierte Lehramt auf Biologie und Chemie. Noch vor dem Bachelor brach sie ab und fasste mit 21 Jahren den Entschluss, ins Kloster einzutreten. Im ersten Jahr, dem Postulat, lernte sie den Orden näher kennen. Es folgten zwei Jahre im Noviziat, die sie als „Schule Jesu“ bezeichnet: „Eine sehr wichtige und intensive Zeit, die größtenteils in Zurückgezogenheit und im Gebet stattfand.“ Danach begann das fünfjährige Juniorat. Hier nahm sie ihren Ordensnamen an und erlebte das Ordensleben in der Praxis. Entscheidend für ihren finalen Schritt, die ewige Profess, war die spürbare Berufung. Besonders beeindruckte sie die „unglaubliche Frische und Erfüllung“ ihrer Mitschwestern. Diese Erfüllung in der Beziehung zu Gott war für sie „der entscheidende Moment, sich Gott ganz zu schenken.“ Sr. Maria Petra wird weiter im polnischen Nowe Kurowo bleiben. Hier arbeitet sie als Katechetin und studiert Theologie in Posen.

Infobox II:

Die Ordensgemeinschaft der Schwestern vom barmherzigen Jesus wurde 1941/42 im litauischen Wilna auf Basis der Tagebücher der im Jahr 2000 heilig gesprochenen Schwester Faustyna Kowalska gegründet. Das gemeinschaftliche Leben der Ordensfrauen begann am 25. August 1947 im polnischen Myślibórz nahe Stettin. Im Jahr 2008 wurde die Gemeinschaft auch päpstlich anerkannt. Im Zentrum ihrer Spiritualität stehen neue Formen der Anbetung und die Verkündigung der Barmherzigkeit in Gebeten, Worten und Taten. Der Orden verfügt heute über weltweit 33 Einrichtungen, davon zwei in Deutschland.

Der Text wurde an fünf Stellen überarbeitet, da die betroffenen Informationen einer Erläuterung bedürften. Diese betrafen:

1. Das Mutterhaus des Ordens befindet sich nicht in Nowe Kurowo, sondern in Myślibórz.

2. Die Ausbilderin, im Orden Junioratmeisterin genannt, war Sr. Beata Kulewich.

3. Sr. Maria Petra trug einen schlichten, beigen Habit.

4. Sr. Maria Petra hat nicht nur Ihren Wunsch versprochen, sondern das Ewige Gelübde, die Ewige Profess gelobt. Sie hat dieses Gelübde fest abgelegt für Gott, vor Bischof, Priester, Mitschwestern und der ganzen Gemeinde. Konkret sind dies drei Gelübde abgelegt: Armut, Keuschheit und Gehorsam, Das Keuschheitsgelübde ist noch mehr als nur Ehelosigkeit, weil Jesus Christus als eine lebendige Person, für jede Schwester ein Bräutigam ist. Sie hingegen ist seine Braut. 

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