Domkapitular Hans-Jürgen Eberhardt spendet 35 Jugendlichen das Sakrament der Firmung
Florstadt – Reichelsheim (hh). “Wenn ihr nur danach handelt, was euch gerade dient, seid ihr vielleicht für den Moment erfolgreich“, wandte sich der Mainzer Domkapitular Hans-Jürgen Eberhardt an die 35 Firmbewerber der Pfarrgruppe Wickstadt/Dorn-Assenheim. Seine Folgerung daraus: “Der Egoist steht am Schluss ohne Freunde da.“ Denn mit Bezug auf die christliche Botschaft zu Pfingsten seien diejenigen, die im Herzen nicht lieben immer allein. Im Gegenteil, “Freunde sind das Wichtigste im Leben.“
Auch die Jünger hätten sich gefragt, “ob sie lieber die Klappe halten oder sich äußern sollten.“ Die Jugendlichen hatten sich während einer feierlichen Liturgie in St. Willigis dafür entschieden, das Sakrament der Firmung zu empfangen, damit die Liebe Gottes zu leben und den weiteren Weg ihres Glaubens öffentlich zu stärken. Ihre Paten unterstrichen dies, indem sie ihnen bei der Firmspendung die Hand auf die Schulter legten. Die Salbung mit Chrisamöl sei letztendlich ein Qualitätssiegel, sagt Eberhardt. “Nur da, wo Christ drauf steht, ist auch ein Christ drin.“
In den Fürbitten bekräftigten die Jungen und Mädchen, dass diese Freundschaft und die Begeisterung für Jesus ein Leben lang anhalte. Seit Februar hatten sie sich intensiv mit dem Glauben auseinandergesetzt. Bestandteil des Firmkonzepts waren neben den regulären Kursen eine Pilgerwanderung von Kloster Engelthal aus und die “Nacht der Versöhnung.“ Beim “Walk a way“ schließlich ging es um den Weg des Erwachsen werdens. Nämlich den Spagat, den eigenen Weg im Leben zu gehen und der Erkenntnis, dass eine stabile Gemeinschaft eine notwendige Basis hierfür ist.
“Danke für das offene und lebendige Gespräch, das kam sehr gut an“ verabschiedete Pfarrer Kai R. Wornath den Gast aus Mainz, der bereits während eines Kennenlerngesprächs den Dialog mit den Jugendlichen suchte. Das Engagement der Katechet:innen werde mit einem Abendessen belohnt. Dabei waren Stina Berger, Julie Bischoff, Dieter Dallwitz, Uschi Dallwitz, Brigitte Haas, Liv Grete Hög, Melanie Hollub, Rosika Liebig, Oliver Meisinger, Daniela Michalak, Sophia Michalak, Natalie Schenk, Schwester Mateusza, Stefanie Simon und Patrycja Tuszynski.
Ihnen war wie den Ministranten und den Kantoren Alexandra Fritz, Patrycja Tuszynski, Christoph Bommersheim und Antonia Finkeldey der Applaus des Publikums sicher. Bei Finkeldey klatschten die Gläubigen etwas länger, denn sie spielte auch die Orgel.

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