Familie Müller aus Dorn-Assenheim organisiert erstmals einen Höfe-Flohmarkt
Reichelsheim (hh). Flohmärkte gibt es überall. In den Dörfern haben sich zudem in den letzten Jahren die Höfe-Flohmärkte als neue Variante etabliert. Nach seiner Premiere 2023 stand der Dorn-Assenheimer Event kurz vor dem aus. Für die Eheleute Petra und Markus Müller sowie deren Tochter Laura Grund genug zu einem Rollentausch. Statt selbst nach Schnäppchen zu suchen, entschieden sie sich, diesen besonderen Markt zu organisieren. „Irgendwann ging es nicht mehr um das ob, sondern nur noch um den idealen Zeitpunkt,“ sagt Petra Müller.
„Die Planung war unkompliziert, da alle Beteiligten mit viel Herzblut bei der Sache waren“, blicken die Müllers zurück. Und Markus Müller ergänzt: „Wir haben das gemeinsam gemeistert.“ Dabei musste die Familie, seit 2018 in Dorn-Assenheim heimisch, zunächst einmal den eigenen Bekanntheitsradius erweitern.
Um eine Vielzahl an Kunden und Anbietern zu erreichen, setzten die Müllers auf soziale Medien wie Facebook und Instagram. Auch Flyer und Plakate wurden Wochen im Voraus produziert. Letztere durften allerdings erst 14 Tage vor der Veranstaltung aufgehängt werden, „was den Werbeeffekt wiederum deutlich vermindert.“
Am Markttag wiesen viele bunte Luftballons auf die querbeet über das Dorf verstreuten Höfe hin. Dabei boten die Stände eine Fülle an Artikeln. Besonders Sommerkleider, Kinderbekleidung und Spielsachen mussten raus. Selbst Opas Biergläsersammlung, mächtige religiöse Devotionalien und ganze Stoffballen kamen unter den Hammer. Manch einer freute sich über das soeben erworbene Schätzchen, andere priesen das gerade gemachte Schnäppchen.
Für viele ist der Markt nicht nur „eine Art eBay im Freien“, er stärkt das Gemeinschaftsgefühl und sorgt oft für interessante Begegnungen. Selbst kleine Händler boten ihre ausrangierten Sachen an, um das Taschengeld aufzubessern. Vielen macht das Schlendern und Stöbern einfach nur Spaß und beruhigt zudem das Gewissen: die Wiederverwendung von Sachen ist schließlich auch ein Stück Nachhaltigkeit.
„Viele Besucher freuten sich über unsere Initiative“, berichten die Müllers, die auch Getränke anboten. „Lebensmittel dürfen nur von Anbietern verkauft werden, die einen Gesundheitsausweis vorlegen konnten“, antworteten sie denjenigen, die eine Grillstation zu Mittag oder zur Nachmittagszeit vermissten.
Die positiven Rückmeldungen motivieren die Familie. „Viele freuen sich schon aufs nächste Jahr“, zeigen sie sich zuversichtlich. Sie denken bereits darüber nach, den Flohmarkt künftig zweimal jährlich durchzuführen, einmal im Frühjahr und einmal im Spätsommer oder Herbst.
Darüber hinaus planen sie eine WhatsApp-Gruppe für Dorn-Assenheim, um die Kommunikation untereinander zu fördern. „Hier können die Teilnehmer Angebote einstellen, Unterstützung suchen oder sich austauschen“, denken die Müllers schon einen Schritt weiter.



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