Kaplan Moritz Gerlach betreut die Katholiken in der Pfarrei St. Maria Magdalena Dorn-Assenheim
Reichelsheim (hh). „Ich bin gespannt auf die kommende Zeit“, stellte sich Kaplan Moritz Gerlach den Gläubigen der Pfarrei St. Maria Magdalena Dorn-Assenheim während einer Heiligen Messe vor. Sein Wunsch: „Dass wir gemeinsam mit Gott unterwegs sind und von Jesus Christus Zeugnis geben, der von sich selbst sagt: ‚Ich bin das lebendige Brot, das ewiges Leben schenkt.‘“ Diese Beteuerung stoße oft auf Widerstand. Für ihn jedoch ist die Präsenz Jesu eine Zusage, die das Leben der Menschen positiv verändern kann. Mit Blick auf seine Gemeinde sagte er: „Wir vertrauen darauf, dass Jesus Christus jetzt in unserer Mitte ist.“
Kaplan Gerlach zelebrierte den Gottesdienst zusammen mit Pfarrer Kai Hüsemann, dem Leiter des Pastoralraums Wetterau-Mitte. In dieser Funktion bleibt Hüsemann auch Pfarrer der Pfarrei St. Maria Magdalena in Dorn-Assenheim. Gerlach wird ihn vor Ort als Teil des Pfarrteams unterstützen. Diese Struktur kommt ihm ohnehin entgegen: „Teamarbeit und Kollegialität schätze ich sehr.“
Moritz Gerlach kommt aus dem südhessischen Bensheim. Nach dem Eintritt ins Priesterseminar und Theologiestudium wurde er im Juli 2022 von Bischof Prof. Peter Kohlgraf in Mainz zum Priester geweiht. Erste Erfahrungen sammelte er danach als Kaplan im Pastoralraum Heusenstamm-Dietzenbach, bevor er Mitte August ins Pfarrhaus nach Dorn-Assenheim zog. Von hier wird der 31-jährige in den kommenden zwei Jahren in der Seelsorge mitwirken.
Dabei zeigt sich der engagierte Seelsorger auch als sportbegeisterter und kontaktfreudiger Mensch. Man trifft ihn frühmorgens beim Jogging oder in geselliger Runde beim Kartenspielen. In den Wintermonaten zieht es ihn auf die Skipisten, während er im Sommer die Natur beim Mountainbiken erkundet. Dabei verleugnet er seine Heimat nicht: „Typisch für die hessische Bergstraße ist ein Glas Riesling, auf den Sie sich schon mal freuen können.“
Drei Fragen an Kaplan Moritz Gerlach:

Was bedeutet Ihr Primizspruch („Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens“) aus Johannes 6,68 für Sie persönlich und wie möchten Sie diesen in Ihrem Alltag umsetzen?
Mein Primizspruch ist die Antwort des Petrus auf Jesu Frage an die Jünger, ob sie bei ihm bleiben wollen. In den Höhen und Tiefen meines Lebens habe ich oft über meinen Weg nachgedacht und dabei immer mehr erkannt, dass Jesus und der Glaube an ihn der Sinn meines Lebens sind. Das Evangelium erfüllt mich, daher kann ich Sinn und Erfüllung nicht unabhängig davon suchen. Es bedrückt mich, dass viele Menschen aufgrund der aktuellen Situation den Glauben in der Kirche nicht so erfahren, wie ich es tue, und deshalb überlegen, die Kirche zu verlassen. Gleichzeitig drückt die Antwort des Petrus eine Hoffnung aus: Das Leben mit Jesus kann auch für andere Menschen erfüllend und zu einem „ewigen Leben“ führen.
Welche Erwartungen haben Sie an Ihre neue Aufgabe in unserer Pfarrgemeinde und wie können wir Sie dabei unterstützen?
Ich komme mit einer gewissen Neugier zu Ihnen nach Dorn-Assenheim: ein neuer Ort und viele neue Gesichter. Zunächst einmal möchte ich Sie gerne alle kennenlernen und einen Einblick erhalten, wie das Gemeindeleben hier vor Ort gestaltet wird. Hierzu freue ich mich, wenn wir uns zu den Gottesdiensten und zu anderen Gelegenheiten begegnen werden.
Gibt es spezielle Themen oder Projekte, die Ihnen am Herzen liegen, und wie möchten Sie Beziehungen zu den Gemeindemitgliedern aufbauen?
Mir liegt es besonders am Herzen, die Freude am Glauben zu verkünden, da ich oft den Eindruck habe, dass diese verloren gegangen ist. Der Glaube sollte jedoch Grund zur Hoffnung und Freude sein. Ich möchte mit allen Gläubigen Räume schaffen, um diese Freude neu zu entdecken. Zudem plane ich, trotz meiner vielfältigen Aufgaben im Pastoralraum Wetterau-Mitte präsent zu sein. Die Kerb war bereits eine erste gute Gelegenheit dafür und ich hoffe auf viele weitere. Ich lade alle ein, mich anzusprechen oder im Pfarrhaus vorbeizukommen. Ich freue mich auf den Austausch mit ihnen!
Gottesdienste immer sonntags
Reichelsheim (hh). „Die Gottesdienstplanung steht und fällt mit der Verfügbarkeit der Geistlichen und der Bereitschaft der Ehrenamtlichen, Wortgottesdienste vorzubereiten und zu leiten“, wirbt Pfarrer Kai Hüsemann in seiner Funktion als Pfarradministrator von Sankt Maria Magdalena Dorn-Assenheim für grundlegende Änderungen der Gottesdienstordnung ein. Dies bedeute zwar den Abschied von jahrzehntelangen Gewohnheiten, biete aber auch die Möglichkeit, „sich vermehrt in der Gemeinde einzubringen, um über den Tellerrand zu schauen, neue Menschen und andere Gottesdienstformen kennenzulernen.“
Konkret bedeutet das: Sonntags einen Frühgottesdienst um 9.30 Uhr, der jeden zweiten Sonntag im Monat als Wortgottesdienstfeier gehalten wird. Und jeden ersten Freitag im Monat, dem Herz-Jesu-Freitag, eine Messe um 19 Uhr. Zusätzlich ist Dienstags um 19 Uhr eine Messe in der evangelischen Laurentiuskirche in Reichelsheim geplant.
Foto: ©️ Kaplan Moritz Gerlach, Text: hh. Der Pfarrer vor Ort war in seiner Funktion meist Einzelkämpfer. Jetzt ist er Teil eines Teams für den Pastoralraum Wetterau-Mitte: Kaplan Moritz Gerlach


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