Anwohner erwarten praktikable Lösungen

CDU setzt auf frischen Wind in Berlin und effektive Arbeit vor Ort

Reichelsheim (pm) – Die CDU Wetterau steht vor einer wegweisenden Entscheidung: Dr. Thomas Pauls bewirbt sich im November auf der Wahlkreisdelegiertenversammlung als Kandidat der Christdemokraten für die Bundestagswahl 2025. Dem Reichelsheimer Stadtverband stellte er sich und seine Positionen dieser Tage während einer Mitgliederversammlung vor. Dort leitete er auch die Wahl zum Anfang der Delegierten des Stadtverbands für die Nominierung im Wahlkreis Wetterau I, deren Liste vom Vorsitzenden Leon-Clemens Sehrt angeführt wird. Der 37-jährige Pauls ist seit Mai Vorsitzender der Wetterauer CDA, dem Arbeitnehmerflügel der CDU und präsentierte sich als Verfechter eines umfassenden Bürokratieabbaus. „Trotz der digitalen zumMöglichkeiten von heute ist vieles nicht einfacher geworden“, so sein Standpunkt. 

Die Wetterauer Landwirte leiden unter „immer kleinteiligeren regulatorischen Vorgaben“, und steigende Bauvorgaben machten das Wohnen unerschwinglicher: „Der Traum vom Eigenheim ist für viele unerreichbar geworden.“ Er forderte einen Neustart in der Politik, um „Wirtschaft und Bürgern Luft zum Atmen zu geben“. Dies sei nur möglich mit „weniger Bürokratie, niedrigeren Steuern und Energiepreisen“. Pauls appellierte an die Mitglieder: „Unsere Heimat, die Wetterau, braucht eine starke, klare und verlässliche Stimme in Berlin.“

CDU-Fraktionsvorsitzender Holger Hachenburger informierte Pauls über die Eckpunkte der Reichelsheim Kommunalpolitik. Dabei skizzierte er die Agenda seiner Fraktion für das letzte Quartal 2024. Neben den bevorstehenden Haushaltsberatungen, die er „als die schwierigsten seit der Bankenkrise 2008“ einschätzte, waren der Status noch nicht umgesetzter Anträge der Fraktion wie die Prüfung zusätzlicher Flächen für Photovoltaikanlagen auf städtischen Liegenschaften wie der Kita Wichtelwiese oder der kreiseigenen ehemaligen Mülldeponie in Blofeld zentrale Punkte.

Unzufrieden zeigt sich Hachenburger mit der Umsetzung des städtischen Verkehrssicherungskonzeptes, „was nach wie vor ein Top-Thema der CDU für die laufende Wahlperiode ist.“ Sein Antrag, die Fraktionen regelmäßig über den Status der einzelnen Maßnahmen zu informieren, scheiterte an der SPD. Dies führe dazu, „dass wir inflationsartig punktuelle Informationen einholen müssen.“ Allein für die kommende Sitzung seien dies elf Punkte, „darunter drei neuralgische Stellen, die seit Monaten im öffentlichen Raum kursieren.“

Dies betreffe in erster Linie die Parkverhältnisse im Geschwister-Scholl-Ring. Von chaotischen Verhältnissen sei die Rede, parkende Fahrzeuge blockierten Gehwege und Zufahrten, behindern den Verkehrsfluss und versperren Rettungsfahrzeugen den Weg. Hinzu kommen Unklarheiten über den tatsächlich verfügbaren öffentlichen Parkraum. Dies führe auf überlasteten Flächen zum Parken in Zweierreihen und auf einem kleinen Dorfplatz in der Krümmung einer Häuserzeile „zu kreativen Lösungen um den letzten Quadratmeter.“ 

Ein Park- und Pflanzkonzept in der Florstädter Straße auf Basis der Ausarbeitungen von engagierten Bürgern und die von einer Familie gewünschten Warnbaken in der Engstelle der Wetteraustraße seien ebenfalls Bestandteil seiner Anfrage.

„Die Anwohner warten auf praktikable Lösungen, um die Sicherheit und Lebensqualität in ihren Wohnbereichen zu gewährleisten“, berichtet Hachenburger aus E-Mails und Gesprächen. „manche davon durchaus mit einem frustrierten Unterton.“ 

Dr. Thomas Pauls (2.v.l.) kam auf Einladung von Leon-Clemens Sehrt (links) zur Mitgliederversammlung der Reichelsheimer CDU
Im Beienheimer Geschwister-Scholl-Ring fordern Bürger eine Überarbeitung der Parkrichtlinien

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