Jubiläum: Dorn-Assenheimer Kleintierzüchter richten 5. Hähnekrähen aus
Reichelsheim (hh). „Dieses Jahr richten wir unser Hähnekrähen zum fünften Mal aus und freuen uns auf einen spannenden Vormittag“, eröffnete Christian Gäck die kleine Jubiläumsveranstaltung. Dabei zeigte der Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins Dorn-Assenheim, dass sich eine Tradition nicht nur bewahren, sondern auch immer mehr Zuchtfreunde dafür begeistern lässt. Denn mit 62 Hähnen und Teilnehmern aus sieben Vereinen konnte das Hähnekrähen erneut an Beliebtheit zulegen – und das bei einem Wettbewerb, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt.
Bevor mittags die Sieger geehrt und der gemütliche Teil eingeläutet wurde, stand vormittags das konzentrierte Zählen und Krähen im Fokus. Vor den Käfigen saßen engagierte Zähler, die eine Stunde lang jeden Ruf notierten und desinteressiertes Gegackere penibel aussortierten. Abseits des Spektakels selbst war die majestätische und elegante Erscheinung der großen Hähne zu bewundern. Ihnen standen die zierlichen Zwerge gegenüber, die quirliger und aufgeweckter wirkten.
Gezählt wurden die Rufe der 62 gefiederten Zeitgenossen in zwei Kategorien: große Hühner (19 Tiere) und Zwerghühner (43 Tiere). Bei den großen Hühnern setzte sich Timo Kulik vor Michael Wörner und Heiko Steten durch. Besonders spannend ging es bei den Zwergen zu: Ein Losentscheid hievte Matheo Müller vor Marko Seum und Mathea Marbach aufs „Siegerpodest“. Als zur Mittagszeit der Regen einsetzte, blieb die Stimmung trotzdem fröhlich. Die Siegerehrung zog kurzerhand in die Fahrzeughalle der Feuerwehr um, wo Christian Gäck die Pokale in Gold, Silber und Bronze überreichte.
Erstmals gab es auch eine Vereinswertung. Hier erkrähten sich die Gockel des GZV Bingenheim die Sieger-Trophäe, dicht gefolgt vom KTZV H116 Wölfersheim. Gewertet wurden die drei Hähne mit den meisten Rufen pro Verein.
Doch nicht nur lautstarke Kräher wurden ausgezeichnet: Unter den acht Hähnen, die sich eine ganze Stunde lang in Schweigen hüllten, wurde ebenfalls ein Sieger gekürt. Der Preis mit dem Prädikat “nachbarfreundlich” ging per Losentscheid an den Hahn von Ralf Dolezal.
Als Spielverderber outete sich allerdings Petrus, der pünktlich zur Mittagszeit sämtliche Schleusen öffnete – glücklicherweise erst nach dem Ende des Zählvorgangs. Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch, wozu nicht zuletzt die Chefs vom Grill und das Thekenteam ihren Teil beisteuerten. Gäck war’s dann auch rundum zufrieden und freute sich über eine gelungene Veranstaltung.



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