CDU bringt Antrag für Bürgerbäume im Stadtparlament ein
Die Reichelsheimer CDU-Fraktion setzt sich für mehr bürgerschaftliches Engagement im Bereich Umwelt- und Klimaschutz ein und hat einen entsprechenden Antrag für die Stadtverordnetenversammlung am 25. Juni 2025 eingebracht. Ziel ist die Einführung eines Angebots von sogenannten „Bürgerbäumen“ in Reichelsheim.
„Bürgerbäume sind Bäume, die von Bürgerinnen und Bürgern gestiftet und in Kooperation mit der Stadt gepflanzt werden – oft zu ganz persönlichen Anlässen: zur Geburt eines Kindes, zur Hochzeit, zu einem Jubiläum oder auch einfach aus dem Wunsch heraus, etwas für die Umwelt zu tun. Die Stadt pflanzt die Bäume ein – das kann aber auch durch die Spender selbst erfolgen. Jeder Baum erhält eine kleine Plakette mit dem Namen des Spenders“, erklärt Fraktionsgeschäftsführerin Rebecca Menzel.
Die Stadt soll hierfür geeignete Flächen ausweisen – genannt werden unter anderem die Grünfläche neben dem neuen Parkplatz in Weckesheim sowie der Bereich rund um den Bergwerksee. Ergänzend wird der Magistrat beauftragt zu prüfen, ob auf diesen Flächen zusätzlich die Aktion „Gelbes Band“ angewendet werden kann. „In Kombination mit der Aktion, bei der Obst von öffentlich zugänglichen Bäumen kostenfrei geerntet werden darf, könnten solche Flächen noch einmal zusätzlich an Wert gewinnen“, sagt Menzel.
„Wir sehen in diesem Projekt eine tolle Möglichkeit, Umweltbewusstsein, Gemeinsinn und Identifikation mit unserer Stadt zu fördern“, so Menzel weiter. Die CDU-Fraktion hofft auf breite Unterstützung in der Stadtverordnetenversammlung.
In der Wetterauer Zeitung findet ihr die Argumentation von CDU und SPD im Parlament wieder:

Bürger können in Reichelsheim künftig Bäume spenden und sie auch selbst einpflanzen, wenn sie möchten. Wo genau das möglich sein wird, soll der Magistrat erarbeiten. © symbolbild pv
Reichelsheimer Bürger sollen Bäume stiften können – sei es zu einem besonderen Anlass, im Gedenken an jemanden oder schlicht aus Umweltbewusstsein. Diesem »Bürgerbaum«-Antrag der CDU hat das Stadtparlament jetzt zugestimmt. Mit einer Ergänzung der SPD, die den Stadtwald berücksichtigen will.
Ob Hochzeit, Taufe oder Jubiläum – wer möchte, kann in Reichelsheim künftig zu einem besonderen Anlass einen »Bürgerbaum« spenden. Das hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Auch zur Erinnerung an einen geliebten Menschen soll dies möglich sein, aber auch ganz ohne speziellen Grund.
»Die Idee ist, dass sich Menschen aktiv an der Begrünung und Verbesserung ihres Wohnumfelds beteiligen«, sagte Rebecca Menzel, die den Antrag für die CDU-Fraktion erläuterte. »Wir halten Bürgerbäume für eine wunderbare Möglichkeit, Umweltschutz und bürgerschaftliches Engagement miteinander zu verbinden.«
Jeder Baum soll eine Plakette mit dem Namen des Spenders bekommen. Auf Wunsch sollen die Bürger »ihren« Baum selbst einpflanzen können.
Welche Flächen für die »Bürgerbäume« infrage kommen, das soll nun der Magistrat prüfen. Die CDU nennt als mögliche Flächen in ihrem Antrag die Grünfläche neben dem neuen Parkplatz in Weckesheim oder den Bergwerksee.
Gute Idee, meinte die SPD, hatte aber einen Änderungsantrag zu den möglichen Flächen erarbeitet. Demnach soll der Magistrat in Abstimmung mit Revierförsterin Anna Lena Böhler geeignete Flächen im Reichelsheimer Stadtwald für das Projekt ausmachen. Dabei solle insbesondere auf gute Erreichbarkeit und eine sinnvolle naturschutzfachliche Einbindung geachtet werden.
Der Stadtwald stehe vor großen Herausforderungen, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Eckhard Fritsch. »Extreme Wetterereignisse, Trockenheit und Schädlingsbefall haben in den letzten Jahren deutliche Spuren hinterlassen.« Der Waldwirtschaftplan habe gezeigt, dass weitere Flächen frei würden – zum einen wegen der Umstrukturierung auf klimaresistente Baumarten, zum anderen durch Borkenkäferbefall. »Gleichzeitig kommt dem Wald eine zentrale Rolle zu – als Naherholungsgebiet, als wichtiger CO2-Speicher, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie für die nachhaltige Holzbewirtschaftung.«


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