CDU will Grünflächenprogramm starten und Spielplatz Weckesheim aufwerten
Reichelsheim (hh). „Manche öffentliche Fläche ist in die Jahre gekommen. Wo früher ansehnliche Beete waren, sieht man heute Gestrüpp oder kahle Erde“, schildert CDU-Fraktionsvorsitzender Holger Hachenburger. Bei einem Lokaltermin am Dorn-Assenheimer Kirchplatz überzeugten sich Mitglieder der Fraktion selbst vom Zustand einzelner Flächen. Gerade dort wird der Unterschied besonders deutlich: Während die von der Pfarrgemeinde gestalteten Bereiche mit Stauden wie Salbei, Fetthenne oder Katzenminze gepflegt sind, wirken andere Stellen unbepflanzt und ungepflegt.
Mit zwei Anträgen möchte die CDU-Fraktion auf diese Probleme aufmerksam machen. Ziel des ersten Antrags ist es, mit einem mehrjährigen Konzept nach und nach dort nachzupflanzen, wo Grün verloren gegangen ist – und zwar mit klimaresistenten, pflegeleichten Pflanzen. Die Fraktion setzt dabei klare Rahmenbedingungen: Der Umsetzungszeitraum soll vier Jahre nicht überschreiten, die jährlichen Kosten sind auf 20.000 Euro gedeckelt. Innerhalb dieses Rahmens entscheidet der Magistrat, welche Projekte wann Vorrang haben. „So bleibt die Steuerung flexibel und passt sich an Prioritäten, Erfordernissen und Kassenlage an“, erklärt Hachenburger.
Ein wichtiger Punkt sei die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger: Patenschaften, Pflanzaktionen oder Workshops sollen das Projekt begleiten. „Wenn Menschen vor Ort mitgestalten, entsteht Identifikation – und aus einem städtischen Projekt wird gelebte Gemeinschaft“, so Hachenburger.
Rebecca Menzel, Fraktionsgeschäftsführerin, betont den Mehrwert blühender Anlagen im Ortsbild: „Grünflächen mitten im Ort sorgen nicht nur dafür, dass wir uns wohler fühlen, sie prägen auch das Stadtbild insgesamt. Statt ungepflegter Baumscheiben oder zu kurz rasierter Rasenflächen machen blühende Anlagen die Stadt attraktiver – und bieten Lebensraum für Insekten, ohne großen Pflegeaufwand.“ Das CDU-Konzept könnte damit auch Modellcharakter haben.
Als mögliche Startprojekte nennt die CDU Dorn-Assenheimer und Weckesheimer Flächen – etwa die Lustgartenstraße oder den Lindenplatz. Entscheidend sei jedoch nicht die schnelle Abhaken-Liste, sondern eine langfristige, sichtbare Verbesserung.
Neben dem Grünflächenprogramm hat die CDU einen zweiten Antrag auf die Tagesordnung gebracht: Am Spielplatz „Am Heiligen Stein“ in Weckesheim soll das Angebot gezielt für Jugendliche und junge Erwachsene erweitert werden. „Der Platz wird derzeit vor allem von Kindern genutzt, doch größere Kinder und Jugendliche finden dort kaum etwas Passendes. Das haben uns Anwohnerinnen und Anwohner gespiegelt“, berichtet Menzel. Vorgeschlagen sind neue Elemente wie ein Tischtennis-Tisch, Hangelstangen oder ein Platz für Boccia und Boule. Auch kleine Fußballtore könnten die Attraktivität deutlich steigern.
„Unser Ziel ist es, Treffpunkte für alle Altersgruppen zu schaffen. So fördern wir Begegnung und Miteinander im Ort“, erläutert Hachenburger. Menzel ergänzt: „Gerade Jugendliche brauchen wohnortnahe Angebote, um sich draußen zu bewegen und sich mit Freunden zu treffen. Mit kleinen, aber klug gewählten Ergänzungen kann der Spielplatz eine ganz neue Qualität bekommen.“
Mit dem Antragspaar „Neues Grün, mehr Spiel“ verbindet die CDU zwei Anliegen, die eng zusammenhängen: mehr Aufenthaltsqualität für alle Generationen und ein gepflegtes, attraktives Ortsbild. „Wir wollen, dass Reichelsheim nicht nur funktioniert, sondern auch ein Ort ist, an dem man sich wohlfühlt“, fasst Hachenburger zusammen.

Foto: „In den letzten Jahren wurde viel in neue Grünflächen investiert. Weitere werden folgen. Bestehende Anlagen wie hier auf dem Kirchplatz wurden vernachlässigt“, findet Holger Hachenburger beim Lokaltermin mit Mandatsträgern seiner Partei
Der Kirchplatz im Juni 2025: zugespielt von einem Mehr als besorgten Bürger.Aber nicht mit der Absicht, jemandem auf die Füße zu treten, sondern mit der Aufforderung im Sinne einer sichtbaren Pflege tätig zu werden.






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