Stadtverordnetenversammlung wird die circa 25.000 m² an Feld- und Wirtschaftswegen nicht für ein Umspannwerk zur Verfügung stellen
Das Stadtparlament hat den Verkauf der städtischen Feld- und Wirtschaftswege an den Netzbetreiber Tennet abgelehnt – einstimmig bei einer Enthaltung aus den Reihen der FW-Fraktion.
Für die CDU-Fraktion habe ich dies folgendermaßen begründet. Nachfolgend mein Beitrag vorbehaltlich von Änderungen im gesprochenen Wort:
„Wir stimmen diesem Antrag zu. Denn klar ist: Wir verkaufen keine städtischen Flächen, wenn damit der Bau des geplanten Umspannwerks vorangetrieben würde. Unser Ziel ist, dieses Projekt in seiner jetzigen Form zu verhindern. Und wenn das nicht gelingt, wollen wir zumindest erreichen, dass der Eingriff in unsere Landschaft auf das absolute Minimum reduziert wird. Jede Verzögerung kann dabei helfen, Zeit zu gewinnen – Zeit für verbesserte Schaltanlagentechnologien, die mit weniger Fläche auskommen und ohne klimaschädliche Gase betrieben werden.
Besonders hervorzuheben ist: Erstmals, seitdem das Thema aufkam, handeln hier Magistrat und Stadtverordnetenversammlung gemeinsam – und das über alle Fraktionen hinweg. Das ist mehr noch als der Antrag selbst ein starkes Zeichen der Geschlossenheit. Nur wenn wir als Stadt mit einer Stimme sprechen, können wir gegenüber dem Investor Tennet mit Nachdruck auftreten. Und wir zeigen damit unseren Landwirten wie auch der gesamten Bürgerschaft: Wir handeln nicht parteipolitisch mit Blick auf die nächste Kommunalwahl, sondern aus Verantwortung und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger von Reichelsheim.
Wir wissen: Wir haben das Heft des Handelns nicht in der Hand. Aber wir sind eine Stellschraube im Gefüge – und wenn wir sie entschlossen nutzen, wird sie Wirkung entfalten. Denn dieses gemeinsame Handeln ist nicht nur ein politisches Signal, sondern ein Versprechen: Wir stehen zusammen, um unsere Böden, unsere Landschaft und die Zukunft von Reichelsheim zu schützen.“



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