Im Duft von geschnittenem Holz

HomeRun Montageservice im Austausch mit Teilen der Reichelsheimer CDU-Fraktion

Reichelsheim (hh.) „Es gibt nie den richtigen oder falschen Zeitpunkt für eine Firmengründung“, sagt Markus Müller im Rückblick: „Es muss sich einfach richtig anfühlen – und das tat es.“ Und Petra Müller ergänzt: „Ich bin nicht die Frau fürs Büro allein. Wenn’s klemmt, bin ich draußen dabei.“ Mit diesem Spirit starteten die beiden Dorn-Assenheimer mitten in der Corona-Zeit ihren HomeRun Montageservice GbR – und machten aus einer Krise eine kleine Erfolgsgeschichte. 

Mitglieder der CDU-Fraktion Reichelsheim traf das Ehepaar im Rahmen ihrer Gesprächsreihe „Wo drückt der Schuh?“, um aus erster Hand zu erfahren, wie es um den Betrieb zum fünfjährigen Jubiläum steht und wie kleine Handwerksbetriebe in der Region die Situation im Allgemeinen beurteilen. 

„Im Gespräch mit den Inhabern Petra und Markus Müller zeigte sich schnell, dass hier zwei Menschen mit Tatkraft, Ehrgeiz und Leidenschaft am Werk sind“, lobt CDU-Fraktionsvorsitzender Holger Hachenburger die offene Atmosphäre. „Zumal mit Leon- Clemens Sehrt und Erik Faber gleich zwei Unternehmer aus dem Handwerk Teil des CDU-Teams sind – das schafft gegenseitiges Verständnis.“

Bei Firmengründung herrschte pandemiebedingt vielerorts Stillstand. Für Markus Müller, früher Dozent im Kraftverkehr, war es der Moment, endlich das zu tun, was ihn seit Jahren reizte: mit Holz arbeiten. „Ich liebe den Duft von geschnittenem Holz“, erzählt er. Die ersten Projekte – Hochbeete, Terrassen, später Gartenhäuser und Fasssaunen – legten den Grundstein für eine klare Spezialisierung.

Von Beginn an war das Unternehmen bundesweit tätig, im Gespräch fallen öfters Projekte im Raum Berlin, Köpenick und Spreewald. Von Dorn-Assenheim aus werden Planung, Logistik und Montage koordiniert. „Wir sind ein kleines, flexibles Team, das bundesweit zuverlässig arbeitet – ohne großen Apparat, aber mit Herzblut“, fasst Petra Müller zusammen.

Die Lernkurve war steil: Markus Müller eignete sich Fachwissen selbst an – durch Bücher, Eigenstudium und praktische Erfahrung. „Ich wollte nicht nur wissen, wie etwas gemacht wird, sondern warum.“ Dieses Qualitätsverständnis prägt bis heute jedes Projekt. Präzision und Langlebigkeit stehen über allem, unabhängig vom Auftragsvolumen.

Auch Rückschläge gehörten dazu. „Wir haben unzuverlässige Mitarbeiter erlebt und Kunden, die nicht bezahlt haben“, erzählt Müller offen. „Aber daraus lernt man. Heute gilt: Nach der Montage wird gleich bezahlt.“ Das Paar spricht über Selbstständigkeit mit der Gelassenheit von Menschen, die wissen, worauf es ankommt. „Selbstständigkeit ist kein Sprint – sie ist ein Marathon.“

Heute steht HomeRun Montageservice für handwerkliche Qualität und nachhaltige Lösungen. Verarbeitet wird Holz aus zertifizierter Forstwirtschaft; beim Fundament setzen die Müllers auch auf das innovative Logfoot-System. „Das Fundament kann am selben Tag gesetzt werden, an dem das Haus steht – ohne Beton, ohne Wartezeit“, sagt Markus Müller. „Wenn man es abbauen will, bleiben nur kleine Spuren im Boden.“

Reichelsheim erleben die beiden als guten Standort: „Wir fühlen uns hier wohl – leben und arbeiten gern hier“, betont Petra Müller. Gleichzeitig sehen sie Chancen für mehr Austausch unter Gewerbetreibenden, etwa in Form eines Handwerker-Stammtischs. Auch ein Lotse im Rathaus, der bei bürokratischen Fragen hilft, wäre aus ihrer Sicht eine echte Erleichterung.

„Das sind konstruktive Impulse, die wir gern aufgreifen“, sagt Holger Hachenburger. „Unternehmen wie HomeRun zeigen, was Unternehmergeist und Lernbereitschaft bewirken können. Und ein Beispiel dafür, so der CDU Fraktionsvorsitzende, “wie man mit Leidenschaft und Zusammenhalt aus einer Krise eine Chance macht.”

‘Statt auf schwerem Beton schwebt/ruht das Gartenhaus auf einem feingliedrigen Stahlraster”, erläutern Petra und Markus Müller (vorne) Mitgliedern der CDU-Fraktion das Konzept des LogFoot-Fundaments. Dies legt sich wie ein präzises Baukastensystem in den Boden und gibt dem Haus sicheren Halt. V.l. Holger Hachenburger, Erik Faber, Sonja Schultheiß-Safer und Leon-Clemens Sehrt


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