Kleintierzüchter: Christian Gäck bleibt Vereinsvorsitzender – “Katastrophenjahr 2025“
Reichelsheim (hh). „Das Jahr 2025 war für uns Züchter ein reines Katastrophenjahr“, brachte Zuchtwart Walter Gäck die Lage unter den Dorn-Assenheimer Kleintierzüchtern mit drastischen Worten auf den Punkt. Was zunächst mit einer stabilen Aufzucht und vielversprechenden ersten Achtungserfolgen zu Beginn der Schausaison Fahrt aufgenommen hatte, wurde im Jahresverlauf durch die Ausbreitung der Vogelgrippe jäh ausgebremst. Vor allem die hierdurch abgesagten Großereignisse wie die Nationale Siegerschau in Erfurt rissen spürbare finanzielle Lücken in die Budgets der Züchter.
Besonders schmerzhaft war die Absage der zentralen Jubiläumskreisverbandsschau in der heimischen Sport- und Festhalle. „Es hätte eine sehr schöne Schau werden können“, schwingt Enttäuschung in den Worten von Gäck mit, zu der bereits 850 Tiere gemeldet waren. Vorsitzender Christian Gäck sprach ebenso die finanzielle Dimension der Ausstellung an, die mit angeschlossener Jugendschau, der Gruppenschau der Hessenkröpfer und der Gruppenschau Schautauben auch in ihrer Vielfalt einzigartig gewesen wäre: „Das ist für alle Züchter und auch die Vereinskasse ein harter Schlag.“ Den Schmerz linderten jedoch Zuschüsse der Stadt Reichelsheim und des Wetteraukreises.
Dort, wo Ausstellungen stattfinden konnten, präsentierte sich der Verein in gewohnt guter Form. Nahezu alle Züchter überzeugten mit Bewertungen bis „hervorragend 96“ oder der Höchstnote „vorzüglich 97“ und erhielten damit eine objektive Bestätigung ihrer Zuchtqualität. Da von der Vogelgrippe ausschließlich Geflügel betroffen war, konnten Taubenzüchter weiterhin ausstellen wie etwa auf der Deutschen Taubenschau VDT in Leipzig. Eine ideale Ausgangsposition für Andreas Gäck, der mit seinen Schlesischen Kröpfern Spitzenresultate erzielte.
Für Stabilität sorgt die personelle Aufstellung des 117 Mitglieder starken Vereins: Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurde der komplette Vorstand bestätigt. Um das Gäck-Quartett mit dem Vorsitzenden Christian, Schriftführer Andreas, Zuchtwart Walter und Jugendleiterin Katrin als langjähriges Zentrum bilden Stellvertreter Andreas Dönges, Rechner Marius Münch und die Beisitzer Nico Kulik, Timo Kulik und Felix Mittig das Führungsteam. Auch die Ausstellungsleitung (Andreas und Christian Gäck) sowie die Funktionen des Ringwarts (Christian Gäck) und Käfigwarts (Felix Mittig) bleiben in bewährten Händen.
Neben der Zucht blieb auch das Vereinsleben ein wichtiger Anker: Das Hähnekrähen entwickelte sich mit zuletzt 59 Tieren aus sieben Vereinen zu einer zunehmend attraktiven Veranstaltung, die, so der Vorsitzende, „viel Spaß gemacht hat“. Ein gemeinsamer Ausflug ergänzte das Jahresprogramm und stärkte den Zusammenhalt.
Der Blick richtet sich nun nach vorn: Mit der Hoffnung auf eine stabilere Ausstellungssaison im Herbst und Winter 2026/2027 setzen die Züchter auf bessere Rahmenbedingungen. Geplant sind neben dem Hähnekrähen am 31. Mai die Hauptsonderschau der Schlesischen Kröpfer vom 5. bis 8. November 2026 mit angeschlossener Lokalschau. Für 2027 hat sich der Verein erneut als Ausrichter der Kreisverbandsschau positioniert.



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