Turn- und Sportverein: Hauptversammlung wählt Vorstand – Benjamin Krätschmer verabschiedet sich
Dorn-Assenheim. „Ich danke für das mir entgegengebrachte Vertrauen und wünsche meinem Nachfolger viel Erfolg und Durchhaltevermögen“ so verabschiedete sich Benjamin Krätschmer als Leiter des Seniorenfußballs beim Turn- und Sportverein (TSV). Lars Kempf verlas auf der Hauptversammlung den Bericht des entschuldigten Krätschmer, der den Bereich ein Jahrzehnt lang geprägt hatte. Doch Krätschmer stand nicht nur neben, sondern noch mehr auf dem Platz. Mit Stationen in Dorn-Assenheim, Bruchenbrücken und weiteren Vereinen blickt er auf über 300 Pflichtspieleinsätze zurück. Als Führungsspieler im defensiven Mittelfeld machte er immer wieder als torgefährlicher Akteur auf sich aufmerksam und war in den Scorerlisten seiner Spielklasse regelmäßig ganz vorne vertreten.
Sein Nachfolger wird Marc-Oliver Schütz. Die Geschlossenheit bei dieser Personalie spiegelte sich auch in den turnusmäßigen Neuwahlen wider, bei denen sämtliche Positionen einstimmig besetzt wurden. Lars Kempf (Allgemeine Verwaltung), Maximilian Mück (Finanzen), Marc-Oliver Schütz (Seniorenfußball) und Ruth Schütz (Veranstaltungen) bilden künftig die Bereichsleitungen. Gemeinsam mit den Beisitzern Frank Hagenow, Kai Kempf, Marvin Jung, Marcel Kempf, Frank Würz, Clara Bommersheim und Maximilian Rack verfügt der TSV über ein breit aufgestelltes Führungsteam, das durch den Spielausschuss mit Clemens Winkler, Richard Habram, Kevin Brod und Marcus Michalak ergänzt wird. Dietmar Michalak und Marcus Michalak übernehmen zudem die Platzkasse.
In seinem letzten Bericht zeichnete Krätschmer ein differenziertes Bild des Seniorenbereichs. Die erste Mannschaft behauptete sich nach einer stabilen Rückrunde mit einem soliden neunten Tabellenplatz in der Kreisoberliga. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die personelle Situation angespannt bleibt. Die zweite Mannschaft musste vom Spielbetrieb zurückgezogen werden. Für die Zukunft setzt der Verein daher seit dieser Saison auf eine Spielgemeinschaft mit dem SV Staden, die mit dem Gewinn der Florstädter Stadtmeisterschaft gleich ein deutliches Ausrufezeichen setzte.
Die strategische Bedeutung der Jugendarbeit zeigt sich in der geplanten Neustrukturierung: Künftig soll mit dem Jugendförderverein (JFV) Florstadt-Reichelsheim eine vereinsübergreifende Lösung entstehen. Der TSV bringt sich als Stammverein aktiv ein und ist mit Frank Hagenow und Lars Kempf personell vertreten. Um Doppelbelastungen zu vermeiden, wurden die Mitgliedsbeiträge für betroffene Kinder und Jugendliche entsprechend angepasst.
Der aktuelle Jugendbereich selbst entwickelt sich weiterhin auf hohem Niveau. Anja Groth berichtete von derzeit 230 Kindern und Jugendlichen in 14 Mannschaften, darunter drei Teams in direkter TSV-Verantwortung. Neben sportlichen Erfolgen hob sie den starken Zusammenhalt hervor und bezeichnete die Zusammenarbeit mit den Partnervereinen als „durchweg harmonisch“. Gemeinsame Fahrten, Veranstaltungen und Aktivitäten unterstreichen diese lebendige Vereinsarbeit.
Auch das Vereinsleben insgesamt bleibt ein zentraler Baustein. Veranstaltungen wie Faschingsbrunch, Mai-Feier, Kerb, Frisch-Fisch-Turnier und das Haxen-Essen stehen für ein aktives Miteinander. Dieses Engagement will der TSV auch künftig fortsetzen – „mit einem klaren Bekenntnis zur Beteiligung an der Kerb der Ortsvereine“, betonte Ruth Schütz. Gleichzeitig denkt der Verein über neue Formate nach: Die bislang schwach besuchte Disco am Kerbfreitag könnte künftig durch eine Veranstaltung im Vereinsheim ersetzt werden.
Zum Abschluss informierte Lars Kempf über den geplanten Ausbau der digitalen Präsenz. Eine eigene Website des 304 Mitglieder starken Vereins ist in Vorbereitung und soll im Laufe des Jahres online gehen.



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