Schnuppernachmittag: Musikverein Harmonie stellt Kooperation mit Musikschule Bad Nauheim vor

Dorn-Assenheim. „Schön, dass ihr euch so toll kümmert und bemüht“, dieser Satz eines Elternteils blieb Jugendleiterin Miriam Guckelsberger besonders im Ohr. Er steht sinnbildlich für die Atmosphäre des Schnuppernachmittags, zu dem der Musikverein Harmonie in die Sport- und Festhalle eingeladen hatte. Neben dem „Instrumente schnuppern“ erhielten Eltern, Jugendliche und Kinder vor allem Einblicke in das neue Ausbildungskonzept, das der Verein gemeinsam mit der Musikschule Bad Nauheim vorstellte. Auch Vorsitzender und Dirigent Andreas Schmidt war „mit dem Besuch und dem Ergebnis zufrieden“. In seinen Worten klang Erleichterung mit: „Wir haben lange daran gearbeitet, mit einer Musikschule eine Kooperation zu bilden.“
Kulturelle Vereine stehen vielerorts unter Druck, ihren Nachwuchs zu sichern. Schmidt verortete den Nachmittag daher bewusst im größeren Zusammenhang: „Der musikalische Nachwuchs ist das Fundament für den Fortbestand unseres Vereins.“ Gerade im digitalen Zeitalter müsse es gelingen, „Interesse an Musik und Gemeinschaft zu wecken“.
„Wir wollten wieder mehr Präsenz zeigen innerhalb unserer Jugendarbeit“, sagt Guckelsberger und spricht von hoher Motivation im Team. „Hier konnten Interessierte sogar ihr persönliches Wunschinstrument finden“, beschreibt sie die durchweg positive Resonanz. Und zwar von Eltern wie von Kindern, die sich neugierig an Trompete, Klarinette, Tenorhorn oder Querflöte versuchten.
In der Halle ging es zeitweise entsprechend lebhaft zu. „Kurz und knapp, es war laut!“, fasst Guckelsberger zusammen: „Es wurde viel ausprobiert und wir konnten viele verschiedene Instrumente in ganz neuen Tönen hören.“ Besonders das Schlagzeug sei immer ein Highlight, „da hört man schneller ein Ergebnis als etwa bei einer Querflöte“. Für viele Kinder war es der erste unmittelbare Kontakt mit einem Orchesterinstrument. Ein Moment, der, wie eine Mutter bemerkte, „oft mehr bewirkt als jede theoretische Erklärung“.
Die Kooperation mit der Musikschule spielt dabei eine zentrale Rolle. „Wir können so eine langfristige fundierte Ausbildung unserer Schüler gewährleisten“, erklärt Guckelsberger, „und nebenbei gleich wieder neue Kinder werben.“ Erste Anmeldungen liegen bereits vor; nun werden sie ausgewertet und die Eltern kontaktiert – „gemeinsam mit der Musikschule“, wie sie betont. Eine gute Zusammenarbeit sei ihr von Anfang an wichtig, zumal dieses Modell für den Verein Neuland bedeute.
Jede Anmeldung sei ein wichtiger Schritt in die neue Struktur mit einem klaren Ziel: Die Kinder sollen zunächst in Bad Nauheim unterrichtet, bevor sie perspektivisch in Dorn-Assenheim in einer Bläserklasse oder einem Jugendorchester zusammengeführt werden. Der Fokus verschiebe sich damit weg von der reinen Einzel- oder Kleingruppenausbildung hin zu gemeinsamer musikalischer Arbeit und Aktivitäten, die das Gemeinschaftsgefühl stärken – ein Kernanliegen des Vereins.
Denn neben der musikalischen Entwicklung steht ein zweiter Aspekt im Mittelpunkt: die Gemeinschaft. Für Guckelsberger wie Schmidt ist sie der Schlüssel, um die Jugend langfristig für Musik und Vereinsleben zu begeistern. Atmosphärisch verläuft die Zusammenarbeit bereits jetzt in guten Bahnen. Guckelsberger lobt „die tollen Ansprechpartner+innen“, und Schmidt freut sich, „dass die Kooperation mit der Musikschule Bad Nauheim nun starten kann.“
[hh]


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