Manege frei für „Zirkus Elsbeth“

Sommerfest der Kita St. Elisabeth wird zur umjubelten Zirkusvorstellung

Dorn-Assenheim. „Unser Sommerfest war einmal einmal mehr eine gelungene Verbindung aus gelebter Geschichte, christlicher Gemeinschaft und fröhlichem Kinderlachen,“ brachte Kita-Leiterin Nataly Seibt auf den Punkt, dass dieser Nachmittag weit mehr war als die bekannte Fröhlichkeit solcher Veranstaltungen. Sie sollte die katholische Kindertagesstätte St. Elisabeth einmal mehr als festen Bestandteil der Dorn-Assenheimer Gemeinschaft präsentieren. Wegen anhaltender Regenschauer verlegte das Organisationsteam das Geschehen kurzerhand ins benachbarte Pfarrheim.

Dort erwartete das Publikum bereits eine liebevoll gestaltete Zirkuskulisse mit rotem Vorhang und farbenfroher Dekoration. Unter dem Hingucker wie Motto „Zirkus Elsbeth“ hieß es nun Manege frei. Jetzt spielten die Kinder die Hauptrolle und gaben eine beeindruckende wie abwechslungsreiche Vorstellung.

Durch das Programm führten die jungen Zirkusdirektoren Fabius, Emily und Ivaylo. Mit sichtlichem Stolz kündigten sie die einzelnen Darbietungen an. So präsentierten die Kinder eine Reihe Tänze wie Seiltanz, Regenschirm- und Huttanz. Mit ihren Clownsnummern sorgten sie für Lacher und beeindruckten mit artistischen Einlagen. die das Publikum immer wieder mit Applaus belohnte. Wochenlang hatten sie gemeinsam mit ihren Erzieherinnen geprobt und Ideen entwickelt.

„Besonders schön war zu erleben, mit wie viel Freude und Selbstverständlichkeit die Kinder ihre Rollen übernommen haben“, beschreibt Elternbeiratsvorsitzende Isabel Hassfurter die Aufführung. Das Zirkusprojekt sei ein Gemeinschaftswerk gewesen, an dem Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Verwaltungsrat gleichermaßen mitgewirkt hätten, griffen Hassfurter und Seibt den gleichen Gedanken auf. Kitaleiterin Seibt: „Gerade das gemeinsame Engagement vieler Beteiligter hat den besonderen Charakter des Festes ausgemacht.

Für einen nachdenklichen Akzent sorgte das Team der Kindertagesstätte mit einem Theaterstück, das die Themen Versöhnung und Miteinander aufgriff. Danach stellte Kaplan Moritz Gerlach in einer kurzen Andacht den Gedanken von Gemeinschaft und Zusammenhalt in den Mittelpunkt und spendete den Segen.

Einen Blick in die Vergangenheit warf Verwaltungsratsvorsitzender Michael Petri. Dabei erinnerte er an die Gründung der Schwesternstation 1930 und an die Entwicklung der Kinderbetreuung hin zur heutigen Kita St Elisabeth. Den formell 96. Geburtstag der Einrichtung nahm er zum Anlass, dem Team um Nataly Seibt für dessen engagierte Arbeit zu danken.

Nachdem sich das Wetter gebessert hatte, verlagerte sich das Festgeschehen in den Garten der Einrichtung. Bei Burgern von J’s Genussmobil, Kaffee und Kuchen sowie verschiedenen Mitmachangeboten nutzten Familien, ehemalige Kindergartenkinder und Gäste die Gelegenheit zum Austausch.

Zum Abschluss richtete Seibt den Blick auf das, was die Einrichtung seit Jahrzehnten prägt: „Ein Dorf hilft sich selbst, was die Kinderbetreuung angeht.“ Besonders dankbar sei man für die Unterstützung der Kirchengemeinde sowie der vielen Menschen, die sich immer wieder für die Kinder und Familien vor Ort engagierten. So klingt bereits ihre Vorfreude auf das ganz große Fest heraus , den 100. Geburtstag der Einrichtung in vier Jahren.


Historische Einordnung:

Wer ausgerechnet seinen 96. Geburtstag groß feiert, wird zwangsläufig nach dem Grund gefragt. Eine Recherche löste das Rätsel letztendlich auf. Diese führte ins Jahr 1930 zurück. Damals errichtete der „Orden der Schwestern vom göttlichen Erlöser“ in Bühl eine Schwesternstation in der Untergasse 4. Hierzu gehörte auch der erste Kindergarten der Gemeinde. 1955 zog die Einrichtung in das heutige Gebäude am Kirchplatz ein. Zum 1.1.2027 migriert die Pfarrgemeinde Sankt Maria Magdalena in die neue Großpfarrei „Wetterau Mitte“. Damit einhergehend wurde zentral für die katholischen Kindertagesstätten im Bistum Mainz und damit auch für die Kita Sankt Elisabeth im Zuge des „Pastoralen Weges“ der Unikathe Kita-Zweckverband geschaffen. Damit war es der letzte Geburtstag der Einrichtung unter dem Dach der Pfarrgemeinde Sankt Maria Magdalena.


Im „Zirkus Elsbeth“ begeisterten die Kinder der Kita St. Elisabeth ihr Publikum mit einer bunten Aufführung aus Tänzen, Akrobatik und Clownseinlagen. Auf dem Foto auch die Erzieherinnen der Einrichtung. Foto: Kita St. Elisabeth


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