Kuliks Gockel kräht zum Triple

Kleintierzuchtverein: Vorsitzender Christian Gäck blickt auf erfolgreiches Hähnekrähen zurück

Dorn-Assenheim. „Eine schöne, harmonische Veranstaltung rund um das Feuerwehrhaus“, so fasste Christian Gäck, Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins 1931 Dorn-Assenheim, das diesjährige Hähnewettkrähen zusammen. Und tatsächlich hatten die Organisatoren allen Grund zur Zufriedenheit: 52 Hähne traten an, vorgestellt von 22 Züchterinnen und Züchtern aus fünf Vereinen. Neben dem Gastgeber waren der KTZV H116 Wölfersheim, der KZV Reichelsheim, der RGZV Nieder-Florstadt und der GZV Leidhecken am Start.

Bei den Großhühnern setzte Lokalmatador Timo Kulik seine beeindruckende Saison mit einem Tripel fort: Sein New-Hampshire-Hahn gewann nach Erfolgen in Florstadt und Wölfersheim nun auch vor heimischem Publikum. Bei den Zwerghähnen triumphierte der Gockel von Nachwuchszüchter Jari Weis aus Florstadt.

Auffällig war nicht nur die große Vielfalt der vorgestellten Tiere. Für die kurioseste Szene sorgte ein kleiner Sebright-Hahn, eine filigrane Erscheinung mit schwarz gerandeten weißen Federn. Während ringsum gekräht, geröhrt und gequietscht wurde, präsentierte er sich wie eine Operndiva auf der Provinzbühne: die Haltung perfekt, der Blick erhaben, doch absolut sprachlos in diesem Ambiente. Sein „Auftritt“ hätte einen eigenen Titel verdient: Stille in Perfektion.

Mit dieser Strategie war er nicht allein. Zwölf Hähne, fast ein Viertel des Feldes, blieben während der Wertungszeit völlig stumm. Sie alle qualifizierten sich für den Titel des „umweltfreundlichsten Hahns“. So entschied das Los und bescherte dem Gockel von Michael Wörner unverhofft eine Extraration Futter.-

Trotz unsicherer Wetterlage waren alle gemeldeten Teilnehmer erschienen. Besonders freute sich Gäck über die vielen Besucher, die nach dem Wettbewerb noch am Feuerwehrhaus verweilten. Für das kommende Jahr kündigte er aber auch an, die lockere Veranstaltung stärker zu bewerben – das Besucherpotenzial sei noch nicht ausgereizt.

Schließlich habe ich das Hähnekrähen für den Verein zu einem beliebten Termin entwickelt. Nicht zuletzt auch, weil die traditionelle Geflügelausstellung die letzten Jahre mehrfach ausfallen musste. So biete diese Veranstaltung, erläutert Gäck, „eine willkommene Gelegenheit, Verein und Rassegeflügelzucht im Kleinen zu präsentieren.“ Möglich wäre all dies durch die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die beim Aufbau, beim Zählen und in der Bewirtung anpackten.

Und am Ende blieb die Erkenntnis: Beim Hähnewettkrähen schreiben nicht immer die lautesten Tiere die besten Geschichten. Manchmal genügt auch konsequentes Schweigen.

Gleiche Preise für groß und klein: beim Hähnekrähen des KZV Dorn-Assenheim holen sich die Gockel von Timo Kulik (New Hampshire) und Jari Weis (Zwerghähne) die Titel. Vorsitzender Christian Gäck überreichte die Pokale.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von holgerandmore.com

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen